Projekt „Artenschutz in Österreich“

Seeadler, Luchs und Wolf. Sie haben alle etwas gemeinsam. Sie sind nach Jahren der Abwesenheit nach Österreich zurückgekehrt. Ein großer Erfolg für den Artenschutz, jedoch sind mit ihrer Rückkehr auch alte Konflikte und Ängste wiedergekommen. Und wo Konflikte ungelöst bleiben und die Angst regiert, regiert der Tod. Immer wieder werden Luchse, Wölfe und Seeadler tot aufgefunden. Denn sie sind von illegaler Verfolgung betroffen. Doch nicht nur die illegale Verfolgung ist ein Problem. Seeadler, Luchs und Wolf bereichern die Artenvielfalt, sie treten jedoch aufgrund ihrer Biologie immer wieder auch in Konkurrenz mit menschlichen Landnutzungsinteressen, z. B. der Landwirtschaft oder der Jagd. Werden diese Konflikte nicht gelöst und die Sorgen der Betroffenen nicht gehört, dann können diese Arten nicht dauerhaft in Österreich überleben. Darüber hinaus schwindet auch der natürliche Lebensraum dieser Arten. Durch Flächenverbrauch wie Straßenbau oder die Landwirtschaft rücken Konflikte stärker in den Vordergrund. Im Gegensatz dazu werden die positiven Aspekte dieser Arten in den Hintergrund gestellt.

WWF - das gute Los

Der WWF setzt sich dafür ein, eine dauerhafte und sichere Rückkehr von Luchs, Wolf und Seeadler zu ermöglichen. Gemeinsam mit Praktikern wurden dazu Lösungsvorschläge erarbeitet. Sie bilden die Basis für ein möglichst konfliktfreies Miteinander und berücksichtigen sowohl die EU-Rechtslage und die Naturschutzsicht als auch die Anliegen von Landwirten und anderen Interessensgruppen. Gemeinsam mit Ihrer Hilfe können wir es schaffen, Seeadler, Luchs und Wolf nachhaltig zu schützen und ein möglichst konfliktfreies Zusammenleben zu schaffen. Durch Ihre Hilfe können wir:

  • Ein besseres Monitoring der Arten forcieren. Dadurch können ihre Bestände besser erfasst, Lebensräume kartiert und auch ihre Entwicklungen verfolg werden. Dadurch können wir Luchs, Seeadler und Wolf gezielter schützen.
  • Uns für ein rechtskonformes Management stark machen. Dadurch kann der Schutz der Arten EU- weit gewährleistet werden. Der WWF setzt sich außerdem unermüdlich dafür ein, dass kleine Luchsbestände durch Bestandsstützungsmaßnahmen gestärkt werden und dass neben dem Artenschutz auf die Anliegen von Landwirten und anderen Interessensgruppen eingegangen wird.
  • Die illegale Verfolgung bekämpfen. Gemeinsam können wir die Zusammenarbeit zwischen Expertinnen und Experten, Exekutive und Justiz ausbauen. So können wir besser gegen Wildtierkriminalität vorgehen und die Strafen verstärken.